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Kohlekraftwerk Staudinger: Stromanbieter angezeigt
Sunday, 25. July 2010 um 15:44 Uhr
Die Bürgerinitiative, die den Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger verhindern möchte, hat nun EON wegen eines Vorfalls im Kohlelager angezeigt
Bürgerinitiative befürchtet "Super-GAU"
Die Bürgerinitiative hat nach Angaben ihres Sprechers Schwab-Posselt mitgeteilt, dass sowohl gegen den Stromanbieter EON als auch gegen das Regierungspräsidium Darmstadt sowie den Katastrophenschutz des Main-Kinzig-Kreises Strafanzeige erstattet wurde. Im Juli hatte es wegen der hohen Außentemperaturen ein Ausgasen im Kohlelager gegeben, das von Anwohnern als starker Dieselgeruch wahrgenommen wurde. Ein Glühen der Kohle oder gar ein Feuer habe es nach Aussage von EON allerdings nicht gegeben. Für die Geruchsbelästigung entschuldige man sich, doch eine Gefahr habe für die Bevölkerung nicht bestanden. Diese Einschätzung wird auch von Stadt Hanau und dem Regierungspräsidium Darmstadt geteilt.
Hanauer Feuerwehr gibt Entwarnung
Nach dem Vorfall war nicht nur die Werksfeuerwehr des Staudinger-Kraftwerks im Einsatz gewesen, sondern auch die Hanauer Feuerwehr. Schadstoffmessungen hatten keine erhöhte Belastung der Atemluft ergeben. Der Stromanbieter hat nach Ansicht des Regierungspräsidiums Darmstadt auch keine Unregelmäßigkeiten zu verantworten. Zu diesem Ergebnis habe eine Besichtigung des Kohlekraftwerks geführt. Die Bürgerinitiative sprach hingegen von einem drohenden „Super-GAU“, was angesichts der Tatsachen allerdings etwas übertrieben erscheint, denn nach Ansicht von Experten hätte selbst ein Brand im Kohlelager keine solch irreführende Bezeichnung verdient.
(c) Redaktion Stromsparer.com
